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Kritik Teil 2.: Über den positiven Effekt von Kritik - lasst Euch nichts erzählen ;-)

February 01, 2021 Thomas Zahlten - The BREADHUNTER Season 1 Episode 131
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Kritik Teil 2.: Über den positiven Effekt von Kritik - lasst Euch nichts erzählen ;-)
Feb 01, 2021 Season 1 Episode 131
Thomas Zahlten - The BREADHUNTER

Warum Kritiker keine Hater sind und wieso es wichtig ist, seine Meinung frei zu äußern und sich nicht aufgrund der Karriere Mundtod machen zu lassen.

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Show Notes Transcript

Warum Kritiker keine Hater sind und wieso es wichtig ist, seine Meinung frei zu äußern und sich nicht aufgrund der Karriere Mundtod machen zu lassen.

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Eigentlich hätte ich mir nie gedacht, dass es einmal soweit kommen kann, Kritik, gesunden Menschenverstand und das freie Denken verteidigen zu müssen oder einer breiten Masse neu zu erklären, da diese nicht mehr versteht, wie wichtig diese 3 Dinge für unsere Gesellschaft und deren Weiterentwicklung sind.

Der allgemeine Trend, seit ca. 6 Jahren ist doch, dass alle Kritik oder zu freie Meinungsäußerung mit einem Tabu belegt sind, so wie vielleicht die freie Liebe in den 50/60er Jahren., ja es wurde einer ganzen jüngeren Generation mittlerweile eingeimpft, das Kritiker #Hater sind, die nur Unruhe stiften. Feedbackschleifen und Resümee-Ziehen ist verpönt, weil es die Unfähigkeit der Thought-Leader aufzeigen würde und deren Berechtigung als Leader in Frage stellen, deswegen verzichten wir gerne darauf oder zelebrieren 'Fuck-Up-Nights' als Learning Events, ohne jedoch Konsequenzen zu ziehen.

Einmal 2 Beispiele, die vielleicht den Unterschied zwischen Aufregen und Aufregen aufzeigen, um die Differenzierung zu verstehen.

Ein Kind regt sich auf, dass es um 7 h aufstehen muss und um 8 h in die Schule gehen, das ist jedoch eine Art von Kritik, der mit Tradition und Disziplin zu tun hat und uns allen die letzten 100 Jahre nicht geschadet hat, es gilt also diese Art von Aufreger zu ignorieren, weil es eben gewisse Spielregeln gibt, die uns alle gemeinsam weiterbringen.

Die zweiter Art von Kritik ist etwas schwieriger und durch Strategie unterwandert. Ein Mitarbeiter sagt, dass die Suppe, die der Chef gekocht hat versalzen ist und einige andere Kollegen schmecken das auch. Der Chef jedoch, als Autoritätsperson behauptet felsenfest, dass die Suppe doch köstlich ist und seine Teamleiter ebenso und irgendwann glauben es die Mitarbeiter, weil sie unsicher sind, zu wenig Geld haben, abhängig sind oder denken, der Chef der immer gut angezogen ist, einen Porsche fährt und sich hervorragend artikulieren kann kann ja nicht falsch liegen und sie knicken ein.

Dass der Chef jedoch auch ein Abkommen mit seinem Freund, dem Salzhändler hat, der mehr Salz verkaufen will und deswegen einen Deal mit dem Chef hat, mehr Salz in die Suppe zu tun und so die Verkäufe anzukurbeln, wissen die Mitarbeiter aber nicht.

So etwas könnte momentan für viele Situationen in Politik und Wirtschaft gelten und es ist völlig klar, dass Kritiker oder Aufdecker gefährlich leben, weil sie die Meinung der breiten, gehorsamen Masse beeinflussen könnten. Deswegen müssen diese Mundtot gemacht werden oder noch besser jegliche Kritik gleich insgesamt verteufelt werden, damit wir eine kritiklose Masse haben, die arbeitet und konsumiert ohne zu denken.

Wenn Sie einige meiner Bücher gelesen haben, so sind diese seit Jahren immer kritisch und ich verstehe, dass vermutlich nur die Hälfte von Ihnen etwas damit anfangen kann, denn die einen denken ähnlich, verstehen die Kritik auf Anhieb und können sich auch die Lösungen vorstellen, die anderen hingegen, sehen nur die Kritik, aber haben eben noch keine Lösung dazu, da es Ihnen vielleicht an Fachwissen fehlt oder am Mut etwas tiefer gehend darüber nachzudenken.

Berechtigte Kritik deckt immer auf, regt zum Denken an und verändert, aber das ist ja nicht immer gewünscht von Politik und Wirtschaft, das wissen wir aus der Geschichte und aus Diktaturen, aber unsere heutige Demokratie läuft nun Gefahr eine Demokratur zu werden, also eine Mischung aus freien Wahlen und geregelter Meinungsäußerung, da gewisse logische Gedankengänge von OBEN (Politik oder Chefs) nicht gewünscht sind.

Wir müssen der jüngeren Generation wieder beibringen, dass Kritik nichts schlimmes ist und Diskussionen auch mal wilder sein dürfen und man deswegen kein #Hater ist.

#Hater sind eigentlich nur Leute, die zB jemanden umbringen möchten oder etwas gegen Ethnien oder Religionen haben, aber keine Personen, die nur unlogische Business Modelle, Politik oder nicht zu Ende gedachtes kritisieren. Diese zu verteufeln oder Mundtot zu machen ist der falsche Weg, aber durchaus momentan an der Tagesordnung bei den Mächtigen. Firmen wollen mehr Profit machen und nicht beim Ausbeuten der Mitarbeiter gestört werden, Politiker wollen sich die Taschen voll machen und dabei nicht gestört werden, Businessmodelle, die Resourcen oder Mitarbeiter ausbeuten sollen nicht kritisiert und Fehler nicht aufgedeckt werden.

Natürlich ist es noch nicht ganz so düster wie in 1984 von Orwell und unser momentanes Rückrat sind die vielen KMU's und Familienunternehmen, die hervorragende Arbeit leisten und tolle Produkte haben, aber es gibt durchaus Konzerne, wo die Mitarbeiter einer Art Sklaven-Armee gleichen, die zu funktionieren hat. Diese alten Businessmodelle aus der Industrialisierung mit militärischen Strukturen müssen aufgebrochen werden, da sie ungesund für den Menschen sind und funky Offices, Obstkorb und Kicker können das nicht leisten, sonder faire Bezahlung, neue Ideen und die Reduzierung der Gewinnmaximierungsschraube, die gerne jedes Jahr um 30% angehoben wird, anstatt mal zu konsolidieren. Unternehmer, KMU's und Familienunternehmen machen auch mal konsolidierungs Jahre, bei börsennotierten Konzernen stehen immer die Shareholder und der Profit im Vordergrund, auch wenn momentan gerne gepredigt wird: "Der Mensch steht bei uns im Vordergrund!", ein schönes Mantra für Employerbranding, aber doch nur heiße Luft, wenn man genauer hinschaut und sich zB Zahlen, Fakten und Löhne ansieht.

Wenn Sie also einen kritischen Artikel lesen, denken Sie erstmal darüber nach, was der Schreiber sich dabei gedacht hat, was ihn dazu gebracht haben mag, etwas zu kritisieren und das eigentlich jede Kritik etwas bezwecken will. Manchmal will Kritik etwas verändern und manchmal nur Kritiker mundtot machen, damit keine gravierenden Veränderungen stattfinden, die Businessmodelle und Profit verändern könnten. Auch Machterhalt kann ein Grund sein, Kritiker zu verteufeln.

Gefährlich wird es, wenn unsere freie Presse aufgekauft ist, deren oberstes Grundprinzip es sein sollte die Menschen neutral zu informieren, anstatt ideologisch zu infiltrieren. Um das leisten zu können braucht die Presse jedoch finanzielle Unabhängigkeit, was auch nicht immer gegeben ist. Schreibt so eine Presse nun immer nach der Nase Ihrer Geldgeber, so entsteht Desinformation und es liegt auf der Hand, dass deren Kritiker dann auch gerne verteufelt werden oder eben Kritik am System oder den Medien an sich.

Kritiker sind die Guten solange es den Menschen nicht schadet. Don't be evil können wir uns eigentlich immer sagen, im Alltag, im Business und in der Politik. Und solange Kritik Mißstände aufdeckt hat sie immer ihre Berechtigung, denn die Welt ist nicht rosarot und voller bunter Einhörner. Lassen Sie sich also nichts erzählen und bewahren Sie sich ihren Hausverstand, den gesunden Menschenverstand bei dem Veränderung immer positiv besetzt ist und Arbeit uns finanzielle Unabhängigkeit einbringen soll, anstatt viel Arbeit und einen Hungerlohn. Titel und bunte Offices sind nett, aber das Geld, das wir verdienen bringt uns wahre Freiheit und der Lohn ist auch eine Art von Anerkennung für unsere Leistungen. Wer nur mit Titeln und Obstkorb abgespeist wird, sollte aufwachen und sich Gedanken machen, denn es gibt immer Weiterentwicklung und Verbesserung, auch durch kritisches Hinterfragen, denn Kritiklosigkeit ist Stagnation und Stillstand.